Samen, Nüsse, Hafer, Knoblauch und Zwiebeln sind klassische Beispiele für traditionelle wärmende Nahrungsmittel. Am Besten sind jedoch wärmende Gewürze.
Kardamom
Die aromatisch duftenden Samen der beliebten Pflanze Kardamom, die in
Indien und Sri Lanka beheimatet ist, enthalten natürliches Cineol in
hoher Konzentration. Cineol wirkt nachweislich schleimlösend und
anregend auf die Lunge. Das wiederum erhöht unsere Körpertemperatur.
Außerdem stimuliert Kardamom das Verdauungssystem und hilft, Blähungen
zu beseitigen.
Zimt
Das vielleicht beliebteste wärmende Gewürz in der westlichen Welt ist
der Zimt, süßlich-aromatisch und gewonnen aus der inneren Rinde des
Zimtbaums aus Ceylon. Die adstringierenden Tannine im Zimt trocknen und
tonisieren die Schleimhäute des Körpers und erhöhen so die
Körpertemperatur. Darüber hinaus ist Zimt ein natürliches gerinnungshemmendes Mittel
(Blutverdünner), es steigert die Durchblutung und wirkt anregend auf den
Stoffwechsel.
Kurkuma
Seit Jahrhunderten rechnet die ayurvedische Heilkunst Indiens Kurkuma
zu den besten wärmenden Pflanzen; inzwischen versteht die Wissenschaft
auch, warum. Genauso wie Zimt enthält Kurkuma viele adstringierende
Tannine, die helfen, Gewebe zu straffen und überschüssiges Wasser zu
binden und aus dem Körper zu leiten. Das bedeutet, es wirkt »trocknend«
und lässt unsere allgemeine Körpertemperatur steigen. Zusätzlich enthält
Kurkuma eine aktive Verbindung namens Curcumin, die nachweislich die
Durchblutung normalisiert und die Adern gesund erhält.
Ingwer
Hauptsächlich berühmt für seine wohltuende Wirkung bei Übelkeit und
Magenverstimmung, wärmt uns der Wurzelstock (das Rhizom) der
Ingwerpflanze. Das verdankt er der hohen Konzentration wärmeproduzierender Öle, den so genannten Gingerolen. Wie Zimt und
Kurkuma, die zu derselben Familie der Zingiberaceae (Ingwergewächse) wie
der Ingwer selbst gehören, erhöht Ingwer die Durchblutung des gesamten
Körpers.
Cayennepfeffer
Der Cayennepfeffer gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und wird normalerweise in
Form von Pulver verzehrt. Seine bekannte Schärfe und die wärmende
Wirkung, die stärker ist als die der meisten roten Pfeffer, werden auf
den hohen Gehalt des aktiven Inhaltsstoffs Capsaicin zurückgeführt. Eine
Studie beispielsweise, die 2008 in der Zeitschrift Journal of Biological Chemistry
veröffentlicht wurde, ergab, dass das Capsaicin thermogene
Eigenschaften besitzt. Wie die Autoren der Studie weiter betonten, ist
Capsaicin ein »natürliches Vanilloid, dessen Verzehr mit erhöhter
Stoffwechselrate und Körperkerntemperatur in Verbindung gebracht wird.
Quelle

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