Freitag, 21. August 2015

Magie mit dem Computer – Ideen für moderne Magie

Computer und Magie passen nicht zusammen, könnte man meinen. Dabei kommt es nur darauf an, was man alles unter “Magie” einsortiert oder wie man die verschiedenen Magieformen kombiniert. Natürlich wird kaum einer seine Ritualkerzen direkt auf dem Laptop abbrennen und auch in magischen Ritualen verwendete Fotos werden eher ausgedruckt, als dass man einfach Facebook öffnet und den Computer oder das Smartphone neben die Räucherschale stellt.
Magie im Zeitalter von Facebook
Wenn man sich aber mit der magischen Kraft von Visualisierung, Wünschen, Mantren und Affirmationen beschäftigt wird klar, dass es nicht immer nur auf die magischen Zutaten ankommt. Und auch Symbolmagie oder Binderunen können durchaus mit dem Computer oder Smartphone unterstützt werden. Hier möchte ich einige Ideen auflisten, wie man nicht nur die moderne Technologie in die Magie einbringt, sondern auch die Magie in alltägliche Handlungen einfließen lässt.

Affirmationen als Passwörter

Grade gestern habe ich noch mit meiner besten Freundin darüber gesprochen, dass wir beide an die Magie von positiven Affirmationen glauben und diese auch in unseren Beratungen fleißig empfehlen – ehrlich gesagt aber beide oft nicht daran denken, diese auch für uns selbst einzusetzen. So eine Affirmation kann man auf den Kaffeebecher drucken lassen, gestickt und gerahmt an die Wand hängen, schlicht auf einem Post-it an den Spiegel oder Monitor kleben – oder sogar alles zusammen – um sich mit ihr zu umgeben. Spätestens am dritten Tag schaut man meistens darüber hinweg, statt sie bewusst wahrzunehmen. So funktioniert das nicht.

Passwoerter als Zauberspruch
via 9gag.com
“Es tut uns leid, aber Ihr Passwort muss einen Großbuchstaben, zwei Zahlen, ein Symbol, ein inspirierender Nachricht, einen Zauberspruch, ein Bandenzeichen, eine Hieroglyphe und das Blut einer Jungfrau enthalten.”
Was auf den ersten Blick witzig erscheint, ist nicht ganz unwahr. Tagtäglich geben wir Passwörter ein, um unsere E-Mails zu lesen, uns in unserem Blog, bei Facebook oder Xing einzuloggen oder manchmal auch, um am Arbeitsplatz unseren Computer nutzen zu können. Das der Name des Haustieres kein sicheres Passwort ist, wissen wir alle. Warum diesen nervigen Moment nicht einfach für ein wenig Magie nutzen?
Als Beispiel habe ich mich von einer schönen Liste mit 100 positiven Affirmationeninspirieren lassen und folgendes für mich abgewandelt:

“Wohlstand und Erfolg sind ein fester Bestandteil meines Lebens!”

Wenn ich von diesem Satz mal die Anfangsbuchstaben nehme und “ein” noch recht logisch mit einer 1 ersetze, so komme ich zu einem ziemlich sicheren Passwort, welches garantiert nicht so schnell erraten werden kann: WuEs1fBmL!
Bei kürzeren Affirmationen kann man den ersten und letzten Buchstaben des Wortes nehmen etc. Zeichen kann man kreativ einbauen, ein @ als a oder eine Null als O usw.
Diese Kombination ist so kompliziert, die kann ich mir nicht einfach so merken.
Und das ist auch gut so, denn nur so funktioniert es.
Ich ändere also wo immer möglich mein Passwort zu der genannten Kombination. Immer wenn ich nun dort mein Passwort eingeben soll, muss ich mich zuerst an meine Affirmation erinnern. Und ich bin ehrlich, ich muss die auch im Kopf mitmurmeln, teils mehrfach, während ich Zeichen für Zeichen eingebe. Je nachdem, an wie vielen Orten ich diesen Satz als Passwort nutze, desto häufiger werde ich “notgedrungen” mit meiner Affirmation konfrontiert. Wer Angst hat den genauen Wortlaut zu vergessen, darf den Satz natürlich aufschreiben. Wo man so eine Affirmation sogar ganz öffentlich hinkleben kann, ohne das anderen klar ist, dass es sich um einen Spickzettel handelt, habe ich ja eingangs schon erwähnt.
Sollte das Eingeben der Zahlen-Zeichen-Buchstaben-Kombination irgendwann ohne das gedankliche Mitsprechen funktionieren, ist es Zeit den Wortlaut zu wechseln oder ein anders Thema anzupacken.
Man kann diese moderne Magie natürlich mit etwas traditionelleren, spirituelleren Praktiken mischen. Wer mag, der kann zuvor ein klassisches Ritual durchführen, in dem der Willenssatz, der Wunsch oder die Affirmation unter Zuhilfenahme von passendem Räucherwerk und Kerzenlicht entwickelt wird, dann auf Ritualpapier geschrieben wird und dieses dann entweder verbrannt wird (Umwandlung in reine Energie). Oder dieses Ritualpapier wird dann später als ganz besonders schöner “Spickzettel” verwendet. Dieses Ritual kann so aufwändig oder so einfach gestaltet sein, wie es zu der eigenen Magie passt.
Wem dieser Teil der Magie mit den rituellen Handlungen wichtig ist, der sollte ihn auf keinen Fall weglassen. Aber die Integration des “Zauberspruchs” in den Alltag sollte auch der “Klassikliebhaber” nicht einfach abtun. Das ist ebenfalls ein kraftvolles Werkzeug auf dem Weg zum Ziel …
Die Kombination von beidem sollte also ganz zauberhafte Ergebnisse bescheren!

Passende Bilder für die Wunscherfüllung

Ein wichtiger Punkt der zielgerichteten magischen Handlung besteht oft darin, sich das Ergebnis genau vorstellen zu können. Natürlich gibt es auch rituelle Handlungen, bei denen man nur generell etwas anziehen oder abwehren möchte, so wie man sich etwa mehr Schutz wünscht, ohne genau zu wissen, welches Unglück einem also nicht passieren soll. Aber meistens geht es eben darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Nicht nur eine vage Vorstellung von einem positiven Ausgang oder ein generelles Gefühl (“sich geschützt fühlen”), sondern ein Bild, welches man dann auch visualisieren kann.

Für manche Situationen ist es einfach, ein solches Bild zu finden.

Wenn eine gerichtliche Auseinandersetzung positiv für einen selbst ausgehen soll, so kann man beispielsweise visualisieren, wie der eigene Anwalt einem nach dem gewonnenen Prozess freudestrahlend die Hand schüttelt und gratuliert. Sofern man den Anwalt häufig genug gesehen hat, um ihn in die Visualisierung einbauen zu können, sollte dieses Bild leicht vor dem inneren Auge entstehen. Was aber, wenn es Personen enthält, die man noch nicht kennt (zukünftige Kollegen, einen neuen Partner, den freundlichen neuen Vermieter der erwünschten Wohnung …) oder aus vielen verschiedenen Komponenten besteht, wie beispielsweise “Erfolg meiner neuen Geschäftsidee” selten nur durch das Geld auf dem Kontoauszug symbolisiert wird, sondern durch viele kleine Dinge, die klappen müssen, damit sich dieser Erfolg einstellt.

Manchmal empfiehlt es sich dann, mit einer Ziel-Collage zu arbeiten.

Dafür werden viele kleine Bildchen zusammengetragen, die Teile des Ziels darstellen. Um mal bei dem Beispiel des Erfolges zu bleiben, stellen wir uns vor, jemand möchte einen Laden eröffnen. Dafür brauche man dann vielleicht ein Bild von einer symbolischen Ladenfassade, die man dann um das eigene Logo oder den gewünschten Namen ergänzt. Dann ein Foto von sich selbst dazu, schließlich soll es ja der eigene Laden sein, aber evtl. auch noch eine Anzahl von (noch unbekannten Personen) als Angestellte, die also durch entsprechende Bildchen symbolisiert werden. Einen Stapel Zeitungen, wenn man die Aufmerksamkeit der Presse für diese herausragende Geschäftsidee benötigt oder einige ideale Kunden, etwa Mütter mit Kinderwagen, wenn man mit Babykleidung handelt. Nach und nach entsteht so das persönliche Ziel. Häufig werden Ziel-Collagen, wie es der Name schon sagt (eine Ableitung von dem Verb „coller“, also leimen oder kleben), mit Klebstoff auf Papier und beispielsweise aus Zeitungs-Ausschnitten hergestellt. Aber grade wenn es um ausgefallenere Themen geht oder man Lust auf eine besonders detaillgetreue Darstellung hat, bietet das Internet mit seiner unendlichen Bilderflut eine moderne Alternative zu dem Stapel alter Zeitschriften. Programme zur Bildbearbeitung gibt es kostenlos für jeden Computer und auch als App für das Smartphone oder Tablett. Die wenigen Grundbefehle die für so etwas nötig sind, sind leicht erlernt (ausschneiden, einfügen etc.). Wie immer macht Übung den Meister und einmal erlernt steht Ihnen dieses moderne “magische Werkzeug” immer wieder zur Verfügung – für jedes neue Ziel!
PM-collage
Wie man das Ergebnis verwendet, ist eine Sache der persönlichen Vorlieben.
Man kann es beispielsweise ausdrucken und während eines traditionell gestalteten Rituals als Fokuspunkt nutzen, sich dieses Bild sehr genau einprägt um es dann klassisch zu visualisieren oder man kann es irgendwo aufhängen, wo es – ähnlich wie zuvor bei den Affirmationen – möglichst häufig wahrgenommen wird. Finden Sie eine ganz eigene Verwendung, für diese Bild Ihres ganz persönlichen Erfolges, Ihres Wunsches oder Ihres Ziels, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die positive, spielerische, freudige Beschäftigung mit dem Thema, die aufgewendete Mühe und die liebevolle Sorgfalt – all das sind nicht nur nach dem Resonanzgesetz bereits wichtige Schritt auf dem magischen Weg zum Ziel!
———-
Rechtlicher Hinweis und persönliche Meinung: Auch wenn ein Bild im Internet verfügbar ist, verliert es nicht seinen Status als urheberrechtlich geschütztes Objekt! Daher sollte man solche Collagen nur für den privaten Gebrauch anfertigen und nicht veröffentlichen – auch nicht “nur auf Facebook”. Wenn man plant die Collage öffentlich einzusetzen, sollte man sich im Vorwege darüber informieren, unter welchen Umständen welche Bilder verwendet werden dürfen oder nur eigene Bilder verwenden.
“Gefunden auf Pinterest” ist KEINE rechtlich korrekte Quellenangabe und selbst mit Quellenangabe darf man nicht jedes Bild einfach verwenden oder gar verändern. Es gibt Webseiten, deren Bilder auf das öffentliche Teilen ausgelegt sind, dort kann ein solcher Verweis reichen. Etwa wie bei dem Bild von 9gag.com zum ThemaPasswörter, welches ich im vorigen Artikel verwendet habe.
Nun mag der ein oder andere denken “Das sieht doch keiner!” oder “So schlimm ist das doch nicht, ein Kavaliersdelikt!” aber grade in der Magie (und besonders für einen energetisch wirksamen Gegenstand) sollten wir die Rechte und Wünsche anderer respektieren und schützen, so wie wir selbst respektiert und geschützt sein wollen! Eine Ausnahme bildet hier sicherlich die Schadensmagie … dort mag es gewollt sein, das eigene Wohl über das Wohl anderer zu stellen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen