Die Kerzenmagie besteht im Durchführen lichtvoller Handlungsabläufe mit Kerzen,vergleichbar mit denen auf dem Geburtstagskuchen welche man mit einem Wunsch auf den Lippen ausbläst. Diese Magieform zählt für zu den wirkungsvollsten magischen Disziplinen überhaupt, besonders für Magie-Einsteiger.
Die Kerzenmagie ist völlig unabhängig von weltanschaulichen und dogmatischen Vorgaben und lässt sich präzise auf Ihr persönliches Ziel ausrichten – z.B anhand derFarbzuordnung der Kerze. So kann Ihr Herzenswunsch wahr werden.
Wie es funktioniert, dass Wünsche wahr werden? Die Huna-Schamanen von Hawaii drücken es so aus: “Wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken, dahin fließt die Energie.” Magische Rituale funktionieren also im Prinzip wie ein Hebel.
Man setzt mit ein wenig Energie an und mit Hilfe der kosmischen Gesetze gerät viel Energie in Bewegung. Und zwar genau in die Richtung, die den persönlichen Zielen förderlich ist.
Warum funktioniert das denn nicht auch ohne Kerzenmagie? Das Universum unterstützt nur das, woran wir glauben. Allerdings das Negative ebenso wie das Positive! Egal wie sehr Sie sich etwas wünschen, wenn Sie tief im Herzen glauben, dass Sie es nicht haben können, dann bekommen Sie es auch nicht.
Was ändert sich durch die Kerzenmagie? Kerzenmagie hilft dabei, positive Glaubenssätze zu verinnerlichen oder negative Glaubenssätze aufzulösen. Man nimmt sich unter anderem die Zeit, sich über seine Wünsche klar zu werden und denkt genau über alles nach, bevor man um etwas bittet.
Ist das schwarze Magie oder weiße Magie? Man sollte sich um die positive, lichtvolle Magie bemühen, die sich bewusst mit den Kräften und Mächten der Magie auseinandersetzt und diese nicht zum Schaden anderer nutzt. Es sollten keine manipulative Formulierung verwendet werden und das Streben nach Veränderung sollte sich nur auf die eigene Person und den eigenen Geist beziehen.
Aber wie alles im Leben ist auch die Kerzenmagie nur so “gut” oder “schlecht” wie derjenige, der sie benutzt. Das ZIEL ist “gut” oder “schlecht” – wobei diese Wertung bei vielen Gelegenheiten im Auge des Betrachters liegt. So wie man ein Messer nutzen kann um Brot zu schneiden oder um jemandem damit zu schaden … das Messer ist also gut. Oder schlecht. Oder beides. Oder keines.
Deswegen sollten Sie beachten, dass alles, was Sie in das Universum hinaus senden, ebenso zu Ihnen zurückkehren wird, denn Gleiches erzeugt Gleiches. Sie sollten sich absolut sicher sein, dass Ihr angestrebtes Ziel, Ihre persönlichen Wünsche, dem Wohl aller Beteiligten dient – oder bereit sein, die Konsequenzen für Ihre Taten zu tragen. Nur wenn Sie der Kerzenmagie mit einem Gefühl des Respekts für sich selbst und andere begegnen, werden Sie Erfolg und Bereicherung erfahren.
Hier eine kleine Anleitung zur einfachen Kerzenmagie:
Sie benötigen Streichhölzer und für die zum Thema farblich passend gewählte Kerzeeinen Kerzenhalter, in dem die Kerze ganz abbrennen kann (also nicht aus Glas / Holz). Kleine Ritualkerzen kann man alternativ auch mit einem Wachsplättchen auf einem Stein oder einem Teller befestigen. Eine dicke Nadel oder ein Holzspieß wird ggf. benötigt, um etwas in die Kerze einzuritzen. Räucherwerk bietet eine ideale Ergänzung zum Ritualöl und unterstützt ein Kerzenritual mit weiteren Energien.
Wo immer Sie sich wohl fühlen, für die Dauer des Rituals ungestört sind, die für die Ritualhandlung nötigen Bedingungen vorfinden und die Kerze sicher und ungestört ganz abbrennen kann ist der richtige Ort für Ihr Kerzenritual.
Benennen Sie nun die Kerze, indem Sie hineinritzen, wofür diese Kerze steht. Zum Beispiel einen Namen, Eigenschaften, einen Wunsch, ein Symbol o.ä. Bei einem anziehenden Kerzenritual schreibt man vom Docht zum unteren Ende hin, der Wunsch wird später von der Flamme Buchstabe für Buchstabe in die Welt getragen – als würde man ihn buchstabieren. L, Li, Lie, Lieb, Liebe! Bei einem bannenden Ritual hingegen schreibt man vom Ende zum Docht hin. Später werden die Worte dann vom Ende her Stück für Stück aufgelöst, sie werden immer weniger. Sorgen, Sorge, Sorg, Sor, So, S, gelöscht!
Salben Sie dann die Kerze mit dem passenden Ritualöl. Nehmen Sie dafür die Kerze in Ihre linke Hand (rechts bei Linkshändern). Mit dem Docht soll sie von Ihnen weg weisen, das Ende hingegen zeigt genau auf Ihre Körpermitte.
Bei einem bannenden Kerzenritual muss die Kerze vom Ende zum Docht hin eingeölt werden, wobei der Docht ja von Ihrem Körper weg zeigt, denn das führt die unerwünschten Dinge weg von Ihnen. In einem anziehenden Kerzenritual hingegen würde man in umgekehrte Richtung einölen, vom Docht hin zum Ende, welches auf den Körper weist, um die positiven Dinge symbolisch in die eigene Richtung zu ziehen. (Es gibt auch noch andere Methoden, wie man eine Kerze mit Ritualölen salbt.)
Nun die Kerze in den Halter stellen und mit Streichhölzern anzünden. Mit dem Licht der Kerze ist der Zeitpunkt für eine Meditation, Konzentration oder Visualisierung (oder eine gewählte Ritualhandlung, etwa die Herstellung eines Amulettes) gekommen. Diese Beschäftigung mit dem Ziel sollte mindestens so lange dauern, wie die von Ihnen gewählte Kerze braucht um etwa zu einem Drittel herunter zu brennen. Achten Sie während der Vorbereitung also auf die Brenndauer!
Rituelle Kerzen werden, außer in speziellen Ritualen, nicht gelöscht. Lassen Sie diese Kerzen immer ganz abbrennen. Wenn nicht anders gewünscht, so brauchen Sie nach der Ritualhandlung nicht mehr direkt bei der Kerze zu bleiben. Stellen Sie immer von Anfang an sicher, dass sie gefahrlos abbrennen kann. Wählen Sie dafür einen geeigneten Kerzenhalter, den Sie z.B. auf ein Metalltablett oder ein Backblech stellen. Lassen Sie die Kerze jedoch nicht unbeobachtet!
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