Montag, 29. April 2019

Wieder mal ein Jahr vorbei....

Schnell ist es gegangen, das Jahr 2018 und schnell begann auch das Jahr 2019. Vieles ist passiert und nichts haben wir ausgelassen. Mittlerweile ist meine Grossmutter verstorben, meine Mutter ist an Krebs erkrankt und wir konnten sie in letzter Sekunde noch dem Tode von der Schippe reißen. Mein Mann hat sich von seinem Ischias nicht mehr ganz erholt und hat wieder des öfteren Schmerzattacken. Ich selbst bin auch erkrankt, mittlerweile chronisch, und nichts und niemand kann da mehr helfen. Unsere Katzen sind weg, ein Schwiegersohn ging, zwei andere kamen. Und ob das alles nicht genug wäre, kamen da noch Probleme mit dem Auto, ein Freund, der uns finanziell abzockte, die Renovierung des Hauses und endgültig die Renovierung der Wohnung, bevor ich hier in Wien endgültig einen Schlusstrich ziehe, obwohl das noch immer mehrere Wochen dauern wird. Mein Leben ist wahrhaft turbulent, mal ein klein wenig Bergauf, mal ein ganz tiefes Hinunter. Ich habe kaum noch etwas Zeit für mich und noch weniger für meine Freunde, was ich sehr vermisse, aber im Moment geht es leider nicht anders. Ob es je besser wird? Ich habe echt keine Ahnung mehr, denn im Moment wirkt es bei Gott nicht so. Alles ist schwer und mühselig und kostet enorm viel Zeit, Kraft und Geld. Zum Stricken bleibt mir keine Zeit mehr und auch sonst persönliche Interessen kann ich nicht mehr verfolgen. Zum Lesen komme ich gar nicht mehr, weil mich einfach alles ziemlich runter zieht und fertig macht und der Mangel an Zeit es einfach nicht mehr zulässt. Seit Januar macht sich meine Neuralgie im Kopf wieder breit und verursacht entsetzliche Schmerzen und keine Medikamente der Welt helfen irgendwie. Mittlerweile bin ich 48 Jahre alt geworden, sehe aus wie 60 und fühle mich wie 80. Meine Mutter fordert auch ihren Teil von mir ein, als hätte ich bereits nicht genug mit Familie, Job, Wohnung und Haus und spielt gleich auf Beleidigt, wenn ich nicht immer sofort Zeit für sie habe, so wie sie es sich vorstellt, obwohl sie bei all dem Stress live dabei war. Manchmal denke ich, alles war ein einziger großer Fehler. Das Haus, die Pflege meiner Mutter, mein Job, einfach alles, irgendwie mein ganzes Leben. Was habe ich von all dem Materiellen, wenn ich mich vor Schmerzen winde, nichts helfen kann und ich dennoch für alle und alles da sein muss?
Ich weiß nicht, wie es weiter gehen wird, ich weiß auch nicht, ob ich jemals wieder Zeit für irgendetwas finden werde und wenn ja, ob es mir dann auch gut genug dafür geht. Ich vermisse die Zeit mit meiner Schwester, als wir noch auf der Donauinsel spazieren gingen, hin und wieder Kaffee tranken und uns leidenschaftlich bequatschten. Sie fehlt mir sehr, doch die Entfernung für einen Kaffeeplausch ist einfach zu weit. Und wenn sie es auch noch so oft in Erwägung zieht, weiß ich doch ganz genau, sie wird nie in meine Nähe ziehen...Nichts ist mehr so, wie es mal war und nichts kommt so, wie ich es erhoffte!

2 Kommentare:

  1. Auch wenn vieles jetzt aussichtslos erscheint und deine Kräfte nachlassen, darfst du nicht aufgeben!

    Auf jedes tief folgt immer wieder ein hoch auch, wenn es mal länger auf sich warten lässt.

    Sammle deine Kräfte und halte durch.
    Deine Zeit des Glücks wird noch kommen!

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    1. Herzlichen Dank für deine lieben Worte! Das Ganze wirkt wie ein nie endender Kampf und dennoch bin ich stark <3

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