- 200 g Getreidekörner; Weizen, Roggen oder evtl. Dinkel
- 200 ml Wasser
- 30 g Weizenmehl; bzw. Buchweizenmehl
- Salz; (oder Brotgewürz, Anis- oder evtl. Fenchelsamen (nach Wahl) 3 El Leinsamen (wenn gewünscht)
Das Fladenbrot, ursprünglich aus gekeimten Weizenkörnern ohne Lockerungsmittel, bei schwacher Wärme ausgebacken. (oder eher gedörrt) Namensgeber ist nicht die Stadt Essen, sondern eine juedische Gemeinde, die im 2 Jh. V. Chr. Entstand.
Die Getreidekörner 2 Tage ankeimen. Mit dem Wasser im Handrührer (oder mit dem Pürierstab) zerkleinern, absieben. Der Saft kann auf der Stelle getrunken werden.
Die knetfaehige Teigmasse mit dem Buchweizenmehl vermengen, nach Belieben würzen mit den o. G. Gewürzen. eine halbe Stunde ausquellen, den Leinsamen unterziehen.
Den Teig auf einem mit Olivenöl bestrichenen Blech zu 2 Fladen ausstreichen. Im aufgeheizten Herd bei 50 °C in etwa 10 Stunden backen.
Das Brot hält zirka eine Woche.
Wenn man das Brot im Freien unter der Sonne backt, dann bitte unter einer Glasscheibe. Da funktioniert das Ganze so:
Weizen- oder Dinkel- Körner gut anfeuchten und in die Sonne stellen. Bald beginnen die Keime zu sprießen. Kurz danach nimmt man die Körner und zerquetscht sie zu einem Brei. Daraus formt man dünne Waffeln, die man bei Sonnenaufgang auf einem dunklen Holzbrett o.Ä. in die Sonne legt.
Wenn die Sonne am höchsten steht wendet man alle Waffeln und lässt sie bis zum Abend weiterbacken, dann sind sie fertig und zum Verzehr bereit.
Übrigens habe ich gelesen, daß der Weizen der Essener unser heutiger Dinkel ist... Dinkel ist auch meines Wissens nach bekömmlicher und gesünder als Weizen.
Hier noch eine etwas abgewandelte Form:
Nach ca. 12 Stunden (bevor der Keim sich zeigt ) wird das Quellgut mit einer Flockenwalze zerquetscht. Vom runden Korn soll der Keim nur angeregt werden, dadurch erhält er mehr Vitamine und Enzyme.
Ein Teil des Mahlgutes wird bei warmer Temperatur nur kurze Zeit angesäuert. Dadurch bildet sich dann vorwiegend rechtsdrehende Milchsäure und keine Essigsäure. Das ist der Grund für den milden und nicht sauer ausgeprägten Geschmack dieses Brotes.
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